In eigener Sache

Wie bei allem gibt es immer mehr als nur eine Seite oder Meinung und so soll es auch sein.
Auf der einen Seite stehen jene die sich dem Angeln verschrieben haben ohne nur einen Gedanken daran zu verschwenden einen Fisch zu entnehmen.
Dann gibt es jene die sich gerne mal einen Fisch mit nachhause nehmen.
Warum auch nicht? Spricht nichts dagegen seine Beute zu suchen, fangen und nach erfolgreicher Jagd auch zu essen.
Jeder wie es ihm beliebt.
Wichtig bleibt, egal wie man es angeht oder es betreibt, dass man den Respekt zur Kreatur nie aus den Augen verliert.

Auch wenn viele gut gemeinte Vorschriften aufstellen und mehr Schaden damit anrichten als Gutes zu tun. Andere ihre Regeln im eigenen Interesse so lange biegen bis sie kurz vorm Brechen stehen und damit schon schwer an meine Grenzen des persönlichen Supergaus gehen, überschreiten manche das Erträgliche mit Lichtgeschwindigkeit.
Fische zu fangen und weil sie gerade nicht in den Suppentopf passen abzuschlagen um sie dann wegzuwerfen nagt dann doch schon sehr am Nervenkostüm.
Diese Vorgehensweise überschreitet jegliche Geschmacklosigkeit und schadet nicht nur euch Arschgeigen die ihr nicht wisst wie man sich am Wasser verhält.
Nein! Es schadet auch denen die es sich zur Maxime gemacht haben im Einklang mit der Natur ihrer Leidenschaft nachzugehen.
Ihr wertlosen Ausgeburten deren Väter nie in Erfahrung gebracht wurden.
Euer Verhalten macht es für jeden Angler beinahe unmöglich sein Hobby Außenstehenden zu erklären.
Ihr macht uns das Leben und die Ausübung unsrer Leidenschaft schwerer als es oft ohnehin schon ist.
Somit wünsch ich all meinen Mitstreitern immer straffe Schnüre und euch die ihr nicht mal von eurer Mutter geliebt wurdet die Pest an den Hals und die Krätze an den Arsch.

tight lines
Chris

Blank an der Hauslacke!

Nach meinem kleinen Ausflug mit Luke war die Welt wieder in Ordnung und ich konnte den herbstlichen Niederlagen wieder ganz locker die Stirn bieten.
Am Samstag wurden einige notwendige Dinge erledigt und zu Mittag wurde vom feinsten gegrillt. Mehr davon auf http://barbecuesquad.blogspot.com/ !!!
Für dieses Wochenende sollte es auch der einzige Lichtblick bleiben.
Wie beim Fischen kümmert es mich auch beim Grillen genau NULL wie das Wetter ist. Wenn schon irr, dann ordentlich!
Eisfrei sollte es zumindest sein, denn sonst wird´s wirklich schwierig.
Am Nachmittag machte ich noch einen Abstecher an mein Hauswasser um die Kanten ein wenig abzuklopfen.
Und wenn man so ganz alleine das Ufer abmarschiert fragt man sich nicht selten, was man da eigentlich so treibt.
Und um so länger man ohne Fischkontakt bleibt um so mehr fragt man sich welch irrer Affe einen gebissen hat, dass man bei gerade mal 3 Grad am Wasser rumläuft und einen garantierten Blank entgegen geht.
Die Temperatur fiel gegen Abend immer mehr in den Keller und irgendwie verließ mich auch schön langsam der Irrsinn und der Glaube an den erhofften Biss. So musste ich mich damit abfinden, dass meine schuppigen Freunde meinen Raubfischrittern die kalte Schulter zeigten.
Alles reine Nervensache und man kann solchen Niederlagen immer noch mit erhobenen Kopf entgegen treten.
Denn eines ist klar!
So locker wie es in den warmen Monaten lief wird es jetzt nicht mehr sein und man wird sich schon was einfallen lassen müssen um den Bezahnten auf den Pelz zu rücken.

Irgendwann ist ganz einfach Schluss mit Lustig und dann kann man es sich selbst nur eingestehen, dass man einen Punkt erreicht hat wo nichts mehr geht.
Man steht am Wasser versucht und versucht und trotzdem geht einfach nichts.
Da hilft es mir auch nichts wenn Angelkollegen das gleiche Schicksal erleiden....ich will einfach wieder einen Fisch aus meiner Hauslacke ziehen.
Geteiltes Leid ist halbes Leid! Wenn ich das schon höre. Was hilft es mir wenn ich mir einen Blank teile und das schon über einige Zeit?
Vielleicht ist es auch nur meine Schuld und es soll an dieser Lacke einfach nicht sein.
Wo genau ist diese Grenze zwischen Ausdauer und Sturheit?
Eh alles egal.
Am Montag raffte ich mich noch auf um mir nach der Arbeit die Zeit am Wasser zu vertreiben.
Genauso gut hätte ich es auch bleiben lassen können. Wenn da nicht immer diese Stimme im Hinterkopf wäre die mich ans Wasser treibt.
Solange der Köder in der Gefahrenzone ist, besteht doch immer diese eine kleine Option die einen Fang nicht ganz unmöglich erscheinen lässt und ich brauche ihn jetzt schon sehr dringend. Angeschlagen wie ich zur Zeit diese faulige Lacke verlasse und mir immer und immerwieder einen Blank einfahre.
Im Moment ist die Situation jedoch eine andere oder zumindest stehen alle Zeichen auf Untergang. Wie hab ich mich noch über die Ausbeute gefreut und mich raubfischtechnisch für heuer in sicheren Händen gefühlt. Aus! Vorbei der Zauber.
Ein Wetterumschwung und alles was bis jetzt fing ist beim Teufel.
Der Blick auf die Wettervorhersage lässt dann doch wieder Hoffnung aufkeimen und den Irrsinn in mir nicht ganz versiegen.

tight lines
Chris

Wir trotzen Wind und Wetter

Windig, regnerisch und kalt! Was will man mehr?
Seit einiger Zeit versuchten wir eine gemeinsame Session zu schaffen und immer wieder wollte es nicht klappen.
Der Multikaiser Luke und sein Lehrling haben es aber nicht aufgegeben und nun sollte einer Zusammenkunft doch nichts mehr im Wege stehen.
Man soll es nicht glauben, damals war es verregnet und auch diese Woche machte uns das Wetter das Leben nicht leichter.
Kälteeinbruch, Regen und Wind! So wie man es braucht.
Jetzt kann mir so manch hart gesottener Hardcorehunter von Wintereinsätzen erzählen. Aber mit der kalten Rolle in der Hand und sich den Arm aus der Schulter zu werfen ist es auch nicht viel angenehmer als im Zelt mit Heizung zu knotzen, ein Knorrsüppchen zu löffeln, gebraut am Gaskocher und auf den nächsten Run zu warten.

Ganz egal, wir waren am Wasser und das war die Hauptsache.
Das Auto voll Kunstköder und immer einen Scherz auf den Lippen.
So kann man einer mittelschweren Lungenentzündung mit einem Lächeln entgegen gehen.
Vielleicht sollte das Wetter doch noch auf unserer Seite sein und ein Hecht die Rute krumm machen.
Viel hab ich mir wie gewohnt nicht erwartet und viel sollte es auch nicht werden.
Nach einem kleinen Rundgang durch die unendlichen Tiefen des Köderreichs unseres Gummiimperators machten wir uns auf den Weg.

Abgesuchtt wurden die ganz heißen Stellen und bis zum bitteren Ende wurde geworfen was das Zeugs hielt. Allerdings schien den Räubern ein Riegel vor die Zähne geschoben zu sein. Bis auf einen 55er Zander konnte nichts zu einem Landgang überredet werden. Auch kein Drama. Es war eine Hetz und wir hatten ein paar lustige Stunden am Wasser und als Team konnten wir einen Schneidertag entgehen....so schaut´s aus!

tight lines Chris


Wieder daheim

Irgendwie lief alles wie gewohnt aber trotzdem nicht so wie ich es mir vorstellte.
Die Muddy-Gang saß schon unter der Woche am Wasser und ich verbrachte meine kostbare Zeit in der Firma.
Am Wochenende war arbeiten angesagt! Eine Hand wäscht die Andere...so ist das eben.
Manchmal soll es eben nicht sein.
Immerhin profitiert man selbst auch davon und da geht dann mal die Arbeit vor.
Meine wöchentlichen Blanks holte ich mir auch wie gewohnt, denn raubfischtechnisch hatte ich im Moment auch kein Leiberl.
Aber so spielt das Leben.
Da holt man sich eine Woche zuvor den totalen Riesenwassersuperflash und dann geht man an die heimischen Gewässer und schneidert ab vom Feinsten.

Und natürlich dann wenn man sich noch ein paar Stunden rausschinden kann hängen dunkle Wolken am Himmel und machen die Entscheidung auch nicht leichter doch noch einen kurzen Ansitz zu riskieren.
Aber was solls??
Man muss einfach raus. Unbändige Kräfte ziehen uns ans Wasser.
Sonntag Nachmittag war es dann soweit. Ein paar Stunden an der March mussten sein.
Wenn man schon die Möglichkeit hat muss man sie einfach nutzen...so schauts aus!
Großartig war die Leistung nicht, aber seit einer Woche wieder mal kein Schneider!
Beim letzten Fotoshooting eines Winzling bog sich dann zum letzten Mal die Feeder.
Aber ist halt alles nicht so einfach mit dem Fisch in der Hand noch zur Rute zu hetzen und einen Anschlag durchzubringen....gut gemacht Herr Chris!
tight lines Chris!

100% Herbst

Bei der Heimfahrt vom Marchansitz wurde eines klar.
Der Sommer ist nun endgültig vorbei!
Da kann man sich nichts vormachen. Es ist soweit.....100% Herbst!!!
Die Tage werden kürzer und das Thermometer blinselt schon in Richtung 0 Grad.
Nein so schlimm ist es noch nicht ganz, aber man merkt es einfach, dass die Zeit der kurzen Hose vorbei ist.
Regen und Wind werden uns ständig begleiten.
Vielleicht machen aber es genau diese Umstände möglich, dass sich noch ein paar feißte Räuber an unseren Ködern vergreifen. Wär ja nicht so schlecht.
Auf der einen Seite freut man sich da die Aussichten auf den großen Fang doch noch nicht ganz erloschen sind, wobei ganz unzufrieden darf ich nicht sein.
Den Metrigen knackt man halt nicht ganz so einfach. Er will eben erkämpft sein und so soll es dann auch sein.
Auf der anderen Seite steht man dann kurz vorm Angelsupergau!
Die Angelsaison geht jetzt doch schon langsam in Richtung Winterpause oder zumindest ist es nicht mehr so lange wie sie schon gedauert hat.
Kaum sind die Wege an den geliebten Fluss befahrbar, ist das Jahr auch beinahe schon wieder vorbei.
Sträflich hab ich dieses Jahr meinen Fluss der Erkenntnis vernachlässigt.
Nur eines ist fix.
Solange ich es irgendwie schaffe an die March zu kommen, werde ich es mir nicht nehmen lassen dies auch zu tun.

Und ganz so ungefährlich dürfte es dann wirklich nicht sein.
Wer kennt sie nicht? Die Geschichte von den Jugendlichen die ganz einfach nur einer Legende auf den Grund gehen wollten und nie wieder aus dem Wald rausfanden!
Oder wo sind sie verblieben, diese armen Kreaturen die aus jugendlichem Leichtsinn ein Abenteuer erleben wollten?
Wie oft mag wohl ein Waldarbeiter, Spaziergänger oder gar ein Angler verschwunden sein?
Viel zu oft nehmen wir gewisse Sachen auf die leichte Schulter.
Dabei liegt das Unheil viel näher als wir denken!!
Home of the March Whitch!!



tight lines Chris!

01.10.-04.10.2009 Wallerseetour

Die Vorbereitungen liefen natürlich auf Hochtouren, denn so oft hab ich nicht die Gelegenheit am Wallersee und im Seengebiet zu fischen. Und wenn man dann schon aus den heimischen Gefilden rauskommt, sollte schon alles passen. Im Vorfeld wurden noch Ruten und Rollen abgestimmt und mit Otto abgesprochen ob sie auch wirklich brauchbar sind.

Wer weiß schon was an fremden Gestaden auf einen wartet?Eingepackt wurden dann eine Jenzi Jerk für die schweren Schweden und eine leichtere Tusk für die kleinen Kämpfer.
Die beiden Ruten für die Schleppfischerei waren zwar dabei, aber da meine Erfahrungen mit der Schlepperei weniger als null sind sahen sie das Wasser nur von fern.
Gefischt wurde dann mit den Ruten vom Meister des Wallersees.

Köder wurden nach besten Informationen kontrolliert und nach Bedarf nachbestückt.Meine kleinen Hechtkämpfer wurden nachgerüstet, kann ja keiner wissen wie schwer die Attacken der dortigen Hechte sind.Nebenbei wurde mir vom Dealer meines Vertrauens erklärt, dass nun meine Lieblinge nicht mehr erhältlich sind und nur noch Restbestände verkauft werden.
Wie unreine Geister sah ich die Worte aus dem Mund des Propheten......OIDA bin ich dem persönlichen Armageddon doch schon so nahe??
Da muss noch was geschehen...nach meinem Aufenthalt in Salzburg.

Die schweren Schweden durften natürlich auch nicht daheim bleiben und diverses Vorfachmaterial wurde zusammengestellt.
Das geordnete Chaos...so soll es sein!
Wer Ordnung hält, betrügt!
Zufall? Schicksal? Nicht mit mir, alles wird geplant!Denn wenn man blankt, dann zumindest unter letztem Einsatz und mit erhobenen Kopf.
....bis zum letzten Tropfen Blut, bis der letzte Atemzug....! Auch wenn ich mich um die Gegebenheiten vor Ort nicht kümmern musste, war die Aufregung und die Vorfreude allgegenwärtig.

Natürlich wurde vorab getestet und jede freie Minute für Testläufe genutzt.
Am Montag vor der Abreise holte ich mir nach einem erfolgreichen Feederansitz an der March noch einen Blank der obersten Güteklasse.

In Salzburg war alles vorbereitet und wartete nur noch auf die weinviertler Landratte.
Wer wenig Erfahrung mit Booten hat, wird mit Sicherheit seine Schwierigkeiten haben in so einer wackeligen Angelegenheit zu stehen, dabei zu werfen und vielleicht auch noch zu drillen.
Natürlich gibt es verschiedene Möglichkeiten solche Mankos zu kompensieren.
Da wir zu zweit einfach zu leicht waren um die Wasserlinie dem Bootsrand so nahe zu bringen um es schaukelfrei zu bekommen versuchte ich mein Glück erst sitzend und wagte mich erst langsam daran auch im Stehen zu fischen.
Alles Übungssache oder man ist so schwer wie manch wilder Carphunter der sein Boot nur durch schweren körperlichen "Einsatz" so tief im Wasser hält, dass es einfach nicht mehr schaukeln kann.
Vom Wetter wurden wir trotz kurzer Regenschauer verwöhnt. Ein Wechselspiel aus Sonne und leichtem Regen am Freitag und strahlender Sonnenschein und blauer Himmel am Samstag. Herz was willst du mehr!! Das Wasser ist einfach herrlich. So würde ich es mir vorstellen wenn ich mir eins vor die Haustüre wünschen könnte.

Da ich ohne große Erwartungen an die Sache rangegangen bin, konnte ich auch auf keinen Fall enttäuscht heimfahren. So einfach ist das. Die Latte nicht zu hoch legen und der Erfolg ist beinahe garantiert. Beangelt wurde einfach so gut wie alles was nach Erfolg aussah. Ich durfte mich über 2 Hechte freuen die zwar gerade die Torpedoklasse erreichten aber an der feinen De Luxe machten sie trotzdem Spaß. Meister Otto konnte noch als Draufgabe einen erschleppten Esox landen. Auch wenn sie alle keine Riesen waren, faszinierten sie mich schwer mit ihrer genialen Farbe.

Und eines ist so klar wie das Wasser am Wallersee!!
"Mich hat der Wallersee nicht zum letzten Mal gesehen.......des is sicher!"

Abschließend möchte ich mich bei Otto und seiner Familie bedanken. Es war alles vorbereitet und ich musste mich um genau nichts kümmern. Noch dazu konnten wir uns am Abend nach einem feinen Tag am Wasser bei bester Küche mit asiatischen Köstlichkeiten stärken. Ist halt von Vorteil wenn man jemanden hat der sich vor Ort auskennt und mit Rat und Tat zur Seite steht....DANKE!!!

Woa a Traum!


tight lines Chris