Vor den Füßen

Oft hört man vom Fisch des Lebens und von den gigantischen Fängen die gemacht werden und wie sich mit dem Fang eines solchen eine gewisse Selbstzufriedenheit einnistet.
Wie lange ist die Frage.
Natürlich spekuliere ich auch mit einem Metrigen aber wenn nicht, dann eben nicht.
Gewissen Marken zu erreichen ob es nun Länge oder Gewicht ist mag schon eine Herausforderung sein. Aber was kommt dann??
Ein tiefes schwarzes Loch, eine ständige Niederlage die gefolgt von der nächsten wird weil mehr nicht mehr geht?
Dieses Wochenende war eines von diesen an denen man sich einfach über die Kleinigkeiten freut. Wenig Sonne, viele Wolken und Regen
Hechtattacken ganz knapp unter der Oberfläche lassen dafür das Herz höher schlagen auch wenn es kein Riese ist. Man führt die Köder durch die heißen Zonen und auf einmal kocht das Wasser.
Der kleine Hechtritter wird der Maßen attackiert, dass einem das Blut gefriert und den Ködern die Haut vom Bleiherz gerissen wird. Da taucht aus dem graugrünen Tiefen ein Schatten auf der erbarmungslos zuschlägt.
Manchmal nur ganz vorsichtig und dann wieder brutal.
Faszinierend wenn aus dem Schatten ein heller Bauch wird der den Köder packt um dann wieder in den Tiefen zu verschwindet.
Angeln auf Sicht, direkt vor den Füßen ÄKTSCHN!
....und jetzt stell ich mich der nächsten Herausforderung die man nur mit einem Schaudern ins Auge fasssen kann.
Von internationaler Größe soll sie sein....die Zusammenkunft der Gladiatoren.
Wie sagt allerdings dieser handwerkende Kollege bei dem alles klappt und nichts zwickt?
"Das ist eine andere Geschichte"

tight lines
Chris

Weniger ist oft mehr!

So einfach kann es gehen! Ein Laderaum mit Platz für Reiter plus Pferd oder für Herr und Hund wenn beide mal ein Nickerchen machen wollen. Aber wenn es auf die Bezahnten geht kommt man mit weit weniger aus als man glaubt. Selbst wenn man die Ruten.- und Ködertasche im Auto hat geht man mit einem Bruchteil tatsächllich ans Wasser.....sicher ist sicher, eine kleine Reserve muss im Auto sein.
So stapft man dann mit einer Rute, Kescher und der Köderbox durchs Unterholz und sucht die heißen Stellen am Wasser wo Meister Esox auf seine Beute wartet.
Hecht fangen, heißt Hecht suchen..so einfach ist das und oft zermartat man sich das Hirn ob man dieser Tatsache nicht doch ein Bein stellen kann.Ich für meinen Teil belasse es bei gewonnener Erfahrung und suche sie....und manchmal finde ich sie auch!

So war es auch wieder in den vergangenen Tagen und ich konnte ein paar rotflossige Krokos in die Kamera halten.

tight lines

Chris

The blood, the sweat, the SHAD

Manchmal läuft es einfach und dann kann man nur hoffen, dass es so weiter geht.
Natürlich rechnet man immer wieder damit, dass ein Schneider dem ganzen ein Ende bereitet. Egal man kann es ja nicht wirklich beeinflussen!
Man kann nur so oft wie es geht am Wasser sein und sein Glück versuchen.
Manchmal läuft es und dann wieder nicht und ich gestehe ich versuche dem ganzen so gut es geht immer einen Strich durch die Rechnung zu machen.
Hör ich vom ultimativen Hechtköder ist er MEIN.
Und manchmal funktionieren sie ja wirklich....nicht immer und überall, aber an manchen Wasser kann man damit einfach Sternstunden erleben.
Einbildung, Tatsache oder einfach nur das Ausleben eines Peckers der besonderen Art.
Spaß macht es und es versüßt das Leben so ungemein.

So wurden nach der Arbeit die Gummis wieder durchs Wasser gezogen und die Stunden wurden mit einem spätabendlichen Esox belohnt.
Ein wilder Kerl der Mittelklasse der sich meinen kleinen Kopyto ganz vorsichtig schnappte und damit abhauen wollte.
Auch wenn mancher meint, dass ein Hecht kein starker Fisch ist und nicht einen Tanz auf Biegen und Brechen hinlegen....der tat es und wie er sich bitten ließ.
Bei der Heimfahrt wurde dann der Triumph noch mit Kollegen besprochen und da stellte sich heraus, dass ein Köder meiner Begierde mehr oder weniger ums Eck auf mich wartet. Der muss in meine Köderbox, mag kommen was will.
The Shad darf sich nun als Bewohner der Tiefen meiner Köderbox nennen.
Und so wie er funktioniert wird er auch seinen Meldezettel behalten dürfen und gegen weitere Zuwanderung wird kaum Einspruch erhoben, so lange er seine Arbeit macht.
Da ich mir gewisse Beißzeiten an bestimmten Plätzen einbilde wurden zum ersten Mal die Ufer im Ort abgefischt und schon mit Bleikopf wurde die kleine Gummiforelle immer wieder attackiert bis sie mit bösen Verletzungen schon fast den Dienst aufgeben musste.
Um das Absinken etwas zu verlangsamen wurde dann alles Gewicht über Bord geworfen und es ging ganz schwerelos ins Wasser. TOPIDEE!!!
Das langsame Absinken und das leise Zucken brachte den Erfolg und den sicheren Biss.
Der Biss war dann allerdings so gut, dass es beim Lösen kleinere Probleme gab und der Fisch sich an meinen Händen zu schaffen machte, Blut überall und die Lage schaute ganz nach dem Texas Chainsaw Massacre aus.
Die Lage entschärfte sich als die Beute entfernt war und keine Gefahr durch Drillinge und Zähne bestand.
Kurz vor der Abfahrt vergriff sich noch ein Halbstarker am Shad und ein Hecht der Torpedoklasse durfte in die Kamera lachen.


tight lines Chris

...und es gibt sie doch!

Der Urlaub ist vorbei, der erste Arbeitstag ist auch Geschichte und so ging es nach über zwei Wochen wieder ans Wasser.
Lange war die Zeit, doch jetzt bin ich zurück.
Nach Arbeit und Regen in der letzten Urlaubswoche ging es bei der ersten Gelegenheit ans Wasser.....magische Kräfte ziehen uns dort hin.
Ja ja ich weiß, Unwetter, Regen und Kälte kann doch einen echten Hunter nicht abhalten......mich schon und wenn ich mich nicht in der Sicherheit einer hochmodernen Karpfenburg wiegen kann dann geht einfach nichts mehr.
Bin ich mit den Kunstködern unterwegs wird auf Schlechtwetterorgien gepfiffen.
16:30 Es kann los gehen!
Die Ruten liegen im Auto. Die Plano ist gapackt und alles wartet nur noch auf den Einsatz.
Die Tangente ist frei, oder was man als frei versteht. Um diese Zeit ist stockender Verkehr schon ein Beschleunigungsrennen.
85 Kilometer später liegen 25ha Wasser vor mir....Sie ist noch da!!! Meine HAUSLACKE!!
Wie ausgemacht bleibt die Hälfte der geplanten Köder im Auto liegen....alt soll man nicht werden.
Also wird aufs Mindeste reduziert und die kleinen Kopytos mussten herhalten.
Hatten heuer schon gute Arbeit geleistet also ersparte man sich den Weg zurück zum Auto.
Am überlangen Flourovorfach werden sie schon ihre Arbeit machen.
Die erste Stunde verging äußerst ereignislos und bis zur Dämmerung konnte man zwar erahnen, dass hier der eine oder andere Fisch seine Runden zieht.
Bis zu dem Zeitpunkt als die erste Hechtattacke kam.
Ein Nachläufer der vor meinen Füßen noch mal zuschlagen wollte, es sich aber aus irgendeinen Grund doch noch mal überlegte.
Sie sind also da und ich bin mitten drin und nicht nur dabei.
Ein Erlebnis wenn man die Angriffe vor seinen Füßen mit verfolgen kann.
Nach zwie Nachläufern folgte der erste Zanderangriff!!!
Es gibt sie also doch!!!!! YYESSSSSS!!!!
Da konnte das Glasauge meinem gelben Gufi nicht widerstehen.
Schnappte sich kurz vor der Oberfläche den Fisch, zieht damit ab und spuckt ihn auch gleich wieder aus.
GRATULATION Herr P.!
Die Dämmerung hat sich in Dunkelheit verwandelt und lange sollte man nicht mehr am Wasser bleiben.
Und der Weg zum Auto liegt ja auch noch vor mir.
Also volle Konzentration. Irgendwo zwischen Schilf und Steinen muss er sitzen.
Nach ein paar Würfen war es auch wieder so weit.
Eine Attacke von nicht so schlechten Eltern der ein eher schwacher Drill folgte.
Aber was sollst?!? Zander Nummer EINS ist gelandet. Kein Riese aber ein Anfang!

tight lines Chris