Die volle Bandbreite


Endlich Samstag und das Wetter passt.
Herrliche 25° und Sonnenschein! Beinahe schon zu warm um sich draußen rum zu treiben.
Mit der Feeder hieß es den Beschuppten nachzustellen.
Es gibt einfach Dinge im Leben die muss man einfach machen, auch wenn es vielleicht die Chance auf einen richtig Dicken schmälert...man muss einfach.
Vielleicht kommt ja mal der Tag an dem ich mich gemütlich hinsetze und alle Umstände passen, dass ich die Kugeln rollen lasse und diese für mich arbeiten lasse.
Heute wird es eher nicht so ein Tag.
Die Körbe mussten die Luft durchschneiden und ich wollte sehen wie sich die Rutenspitze biegt wenn der heiß erwartete Biss endlich da war.
Schön wenn sich all dies an einem Tag vereinigt.
Sonne, kein Lüftchen und ein paar Gelbe der Viertelliterklasse die sich am Madenbündel zu schaffen machen.

Was kann es Schöneres geben?
Kaum Zeit die Crown gefüllt mit feinsten Virginia in vollen Zügen zu genießen.

In der Nacht sollte sich dann alles ändern!
Regen, Wind und die Tore zur Hölle sollten sich öffnen.
Wind der einem ins Gesicht fährt als wolle er einem die Augäpfel ans andere Ende des Kopfes klatschen und Regen der die Haut glühen lässt.
Und wie nicht anders zu erwarten kommt beides immer in meine Richtung.
Jawoi..die ganze Bandbreite die das Wetter zu bieten hat.
So wie es aussieht dürfte er da sein, der Zeitpunkt wo auch ich zum Kugelfischer werde und die Feeder, Feeder bleiben lasse.
Es passt einfach alles zu gut! Das Wetter, Müdigkeit keine Lust im Regen einen Schlammtanz bei jeder Landung hinzulegen. PERFEKT!!!
So schickte ich die Hummeln auf die Reise und ließ sie an gewohnten Platz ihre Arbeit machen.
Ich verabschiedete mich unter den Schirm und aktivierte den Ruhemodus bis sich der erste Halbstarke an meinen Fallen zu schaffen machte.
Kaum zu glauben, aber das Zeugs fängt und man muss nicht mal viel machen!!!!

Für jemanden der es gewohnt ist die Ladungen immer wieder neu in Position zu bringen oder die Kunstöder durchs Wasser zu peitschen eine gelungene Abwechslung.
Einfach mal nichts zu machen und eine Runde zu schlafen während andere die Arbeit machen. "Active Fishing" mörderisch anstrengend, nervenaufreibend und beinahe unmenschliche Belastungen die man sich da auf die Schultern legt. Carphunting da brauch ich keine Tipps......geben natürlich. Liegt es am Futterplatz oder an was auch immer aber diese Dinger fangen. Was mir ein Rätsel bleiben wird sind dies unzähligen Montagen über die man liest...aber braucht man die wirklich?? Ist es notwendig 20, 30 verschiedene Arten zu kennen oder reicht es wenn man eine gerade mal binden kann. Fragen die sich einem nur stellen können wenn man Zeit hat unendlich viel Zeit hat.

Tight lines....Chris

Der Anfang ist gemacht

Nach endlosen Stunden am Wasser und keinen verwertbaren Biss auf meine Hechtritter hab ich es mal zum eigenen Wohle bleiben lassen und hab mir selbst eine Session mit der Feeder und der Karpfenrute verordnet.
Manchmal muss man es einfach mal billiger geben um zumindest einen kleinen Erfolg verbuchen zu können.
Schneider sein, das kenn ich doch schon ganz gut, da war ich dabei, da kann ich mitreden.
Nach dem ich doch einige Berichte über Futterwahl und den richtigen Platz für die Montagen gelesen habe konnte beinahe nichts schief gehen.
Im Morgengrauen ging es Richtung Wasser.
Die erste Niederlage fügte ich mir gleich selbst zu, da die alles versprechenden Hummelkugeln irgendwo auf dem Weg vom Keller zum Auto verschwanden. So kann es gehen.
Da kommt dann allerdings das aufmerksame Lesen und das Wissen um die Materie zu tragen und man stellt von Boilies auf Maisketten um.
Es dauerte auch nicht all zu lange bis sich der erste Halbstarke Junior einstellte.
Mit 4,7 Kilo zwar immer noch sehr klein aber deutlich über dem Durchschnitt der alten Hauslacke.


Anschließend stellten sich ein paar Minibrachsen ein welche sich an den Maden an der Feeder zu schaffen machten.
Insgesamt konnten 7 Karpfen verhaften werden bis zu 7,8 Kilo. Alles keine Bären aber für den ersten Ansitz auf die Gelben mal ein Anfang. Vielleicht sind ein paar Schätze verborgen die nur darauf warten geborgen zu werden und ein paar dicke Gelbe werden vielleicht auch drinnen sein.


Weissenseetour 2010


Lange geplant, lange darauf gefreut und nur ganz kurz immer wieder ein Aufblitzen von Hoffnung auf bessere Zeiten und auf einen Fisch.
Schon alleine die Tatsache, dass die Wettervorhersagen alles andere als rosig waren und auch keine Besserung in Sicht war hoben die Stimmung nicht.
Allerdings, dass unsere Wetterfrösche gerade dann Recht behalten wenn ich Urlaub habe und eine gröbere Ausfahrt plane das hätte ich nicht gedacht.
Egal es hilft nichts....das Auto ist beladen und es kann der Weg Richtung Weissensee in Angriff genommen werden.
Vor Ort wurde mal alles Notwendige besorgt und am Abend konnte ich noch ein paar Stunden am Wasser rumfahren und ein wenig die Lage auskundschaften um mich schon mal darauf einstimmen wie es ist wenn man im Boot sitzt und nass wird.
Kein Problem!!
Wird sicher besser!! Warum soll es gerade jetzt nicht passen?
Oder warum sollte es gerade nicht regnen??
Am Freitag ging es noch mit bester Laune ans Wasser und es wurden alle heißen Stellen entlang des Ufers abgeklopft.
Fröhlich sah ich den Renkenfischern zu wie sie mit ihren motorisierten Geschossen an mir vorbei zogen. Während ich ruderte, drehten andere am Gasgriff und fuhren zu ihren Spots und ließen den Anker in die Tiefe tauchen.
Ein Rennen wie mit einem Seifenkistl gegen ein Spaceshuttle.

Da bleibt jeder Enthusiasmus auf der Strecke. Wo andere schon lange ankerten ließ ich in Cambridgemanier meine Yacht durch die Wellen pflügen.

Man vs. Horsepower.
Eines ist fix, Ruderboot könnt ihr euch in Zukunft laden.
Bei der nächsten Planung wird auf so was geachtet...komme was wolle.
Was solls?? Es hilft jetzt nichts wenn man jammert also ging es weiter zu den vermeintlichen Hotspots.
In allen Tiefen und zu allen Kanten hin wurde jeder Köder versucht der sich anbot.
Zum Ufer hin wurden Flachläufer angeboten und auch meine Zalts und Jigwobbler durften ihre Runden ziehen.
Was mich allerdings ständig begleitete war diese Wolke die mir immer wieder eine kühlende Dusche verpasste.
Paulchen wie gut kann ich dich jetzt erst verstehen.
Der Samstag folgte mit gleicher Stimmung und die Kollegen die man am Wasser traf waren um nichts besser aufgelegt als ich.
Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass ich beim Renkenfischen nie gut aufgelegt wäre.

Beim Heimrudern blitzte dann doch noch mal für einen kurzen Moment Hoffnung auf.
Ein Ruck in der Rute und schon ging Schnur ab!
JOOOOOO endlich!!!
Und so schnell der Ruck kahm war er auch wieder weg.
NAAAAA bitte net!!!

Irgendwo da unten zwischen Holz und Kraut stand der Kollege und hatte sicher nur ein müdes Lächeln für mich.
Jetzt war der menthale Supergau perfekt.

Schlimmer konnte es nicht mehr kommen. Wie auch?
Viel schlechter kann das Wetter nicht mehr werden.

Der Höhepunkt war der Sonntag!
Windböen dafür nur wenig Regen und beinahe kein Mensch am Wasser!
Warum erfuhr ich nach der ersten Runde.
Ist man nicht von übermenschlicher Größe und von übertriebenen Gewicht um das Wasser zu teilen wie einst ein gewisser Kollege der sein Volk ins gelobte Land brachte, dann hat man bei solchen Wetter einfach keine Chance.
Da geht dann einfach nichts mehr.
Egal wo man hinrudert man treibt ab, egal was man macht.

Dachte da nicht gestern wer, dass es nicht noch schlimmer kommen kann?
Weit daneben Herr P. !
Wenn es läuft dann läuft es und wenn nicht...dann mit Vollgas!
Schutz boten immer wieder ein paar Anlegestellen die ich im Vorbeitreiben abklopfte.
Aber irgendwann muss die Vernunft siegen und man lässt es besser bleiben.

Den erhoften Hecht konnte ich dieses Mal nicht verbuchen, nur eines ist klar viel schlechter kann es nicht laufen.
Ein Schneider ist ok.
Allerdings möchte ich den auch in voller Länge auskosten und nicht das Feld vor Ablauf der Zeit räumen müssen weil mich Sturm und Regen vom Wasser treiben.

Tight lines

Chris

Abgehakt ist nicht abgehakt


Nach dem vergangenen Wochenende steht eines fest, auch wenn man zeitweise nicht in der Lage ist einen Fisch zu landen bleibt es nicht dabei und an Aufgabe ist nicht zu denken.
Endlich war ein Gewässer gefunden an dem man auch mit Kunstköder beinahe ganzjährig fischen darf.
Ein Hoch auf jenen der das veranlasst hat!!!!
Nach einer Runde um das neue Wasserl und 5 Stunden endlosen Werfens war ein ein Platz erreicht der schon von Anfang an nicht uninteressant ausgesehen hat.
Kraut, Schilf und Hindernisse!!
Ein Platz wo man im Frühjahr schon mal auf ein Rappeln in der Rute hoffen darf.
Und so sollte es auch sein.
Die Köder wurden oberflächennahe geführt und schnell eingeholt bis dann das erste Rütteln durch die Rute ging.

Kurzer Angriff, weg und auch gleich die nächste Attacke.

Jetzt hing er jedoch und das ganz gut bis sich der Fisch an der Oberfläche zeigte und kurz vorm Ufer eine Flucht hinlegte.
Sauber abgehakt bevor er noch gelandet wurde.

Gut gemacht Herr P.!

Zweiter Anlauf verlief ähnlich mit gehabter Hingabe zur Sache jedoch mit gleichen Erfolg!
Gummifische wie ich euch hasse!
Ihr und eure erbärmlichen Einzelhaken! Mögen sich für euch die Tore der Angelhölle öffnen um euch im Fegefeuer zu braten.

Jedoch nach ein paar Stunden mit der Multi und Fischkontakt kann man einen Tag abschießen und sich wenn auch wehmütig auf die nächste Session freuen.
Immerhin steht fest, dass es Räuber gibt und auch wenn ich den Tag mal abhake...die Aufgabe ist noch lange nicht abgehakt!
Nicht mit MIR!!!



Tight lines Chris